ELTERN BLEIBEN – Bündnis von Müttern und Vätern – Väteraufbruch für Kinder Kreisverein Köln e.V.

Beratung für Eltern bei Problemen mit Sorgerecht, Umgangsrecht, Jugendamt

Erste Hilfe
Praktische Tipps für Eltern bei Trennung und Scheidung
Workshop – Strafrecht und familienrechtlicher Streit
20. August 2022, Naturfreundehaus Köln-Mitte
Workshop – Umgang mit Kindergarten, Schule, Kinderarzt
17. September 2022, Naturfreundehaus Köln-Mitte

Was in anderen Bereichen scheinbar undenkbar und verpönt ist, ist im Bereich der Familienpolitik gang und gäbe. Nach Lisa Paus, GRÜNE, Ministerin im BMFSJF (aktiv im VAMV) wechselt nun Josefine Paul, GRÜNE vom Vorstand des Deutschen Frauenrates direkt an die Spitze des für entsprechende Förderungen zuständigen Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

Im deutschen Frauenrat sind bundesweit Lobbyorganisationen wie z.B. der VAMV organisiert. Diese werden bereits jetzt massiv mit Mitteln aus dem Staatshaushalt finanziert und treten für die Förderung des Modells Alleinerziehung ein.

ELTERN BLEIBEN steht nach wie vor für die gemeinsame Elternschaft nach Trennung oder Scheidung. Beide Elternteile sollen – wo immer möglich – weiter im Leben ihrer Kinder präsent sein und gemeinsam ihre Kinder erziehen. Dazu ist es unabdingbar, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Eltern unabhängig von Geschlecht und sexueller Orientierung gefördert wird. Diese ist bisher nicht wirklich der Fall, und wird auch bedingt durch den Einfluss von Lobbyverbänden auf die Politik regelmäßig nur halbherzig und mit geringstem Budget angegangen.

Der deutsche Frauenrat trägt das zivilgesellschaftliche Bündniss Sorgearbeit fair teilen. Diese verlautbarte unlängst: „Wir erwarten von den Gleichstellungs- und Frauenminister*innen der Länder, dass sie die Folgen, die sich für viele Frauen aus der Corona-Pandemie ergeben, ernst nehmen und sich für die faire Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern stark machen. Wir erkennen darin eine zentrale gleichstellungspolitische Aufgabe“. Wir hoffen, dass sich diese Forderung auch auf die Kindererziehung nach der Trennung bezieht und erwarten aus Richtung der Gleichstellungsministerien zahlreiche Vorschläge wie das dann auch für Väter umgesetzt werden soll.

Wird sich mit Josefin Paul in NRW etwas ändern? Mit Sicherheit. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob die Ministerin zaghafte Initiativen in die richtige Richtung weiterführt oder sogar ausbauen wird. Die Erkenntnis, dass gemeinsame Elternschaft Kindern guttut und nicht nur eine temporäre Angelegenheit ist, hat sich allerdings bisher in bestimmten Kreisen leider nicht durchgesetzt.