Ein Vereinsmitglied machte uns auf einen Artikel in der Zeitschrift der GdP aufmerksam. Wir fragen uns wo der Aufschrei in der Öffentlichkeit bleibt.
Familienrichter sollen nach dem Willen der Bundesregierung demnächst strafrechtliche Aufgaben übernehmen. Hervorgerufen wurde die Gesetzesänderung durch Lobbyorganisationen, die beträchtliche mediale Aufmerksamkeit verursacht haben und in den entsprechenden Ministerien gut vernetzt sind. Wir finden es nun tatsächlich auch nicht schön, wenn Elternteile sich gegenseitig aus dem Leben entfernen oder anderweitig Gewaltätig gegeneinander sind. Dabei sind übrigen ca. 10 % der entsprechenden Morde durch Täterinnen durchgeführt.
Schockierend in dem Artikel ist aber, dass bei Kindstötungen "Je nach Alter des getöteten Kindes ist die Mutter in 65 bis 100% der Fälle die Täterin" ist. Bei rund 150 Kindermorden im Jahr 2021 kommen wir so auf rund jeden 3. Tag, an dem eine Mutter ein Kind ermordet. Mitunter sind die Täterinnen bereits den Institutionen bekannt, aber es wird weggeschaut, da man einem weiblichen Elternteil keine Tötung zutraut. Die Verantwortlichen gehen dabei zumeist straffrei aus.
Wir fragen uns, wo bleiben die Gesetzesänderungen, wo bleibt der mediale Aufschrei über den Einzelfall (der kein Einzelfall ist) hinaus geht?
Der Artikel stellt heraus, dass es einige Möglichkeiten gäbe, diese Morde zumindest teilweise zu verhindern.



