ELTERN BLEIBEN – Bündnis von Müttern und Vätern – Väteraufbruch für Kinder Kreisverein Köln e.V.

Beratung für Eltern bei Problemen mit Sorgerecht, Umgangsrecht, Jugendamt

Wechselmodell/Doppelresidenz

ZKJ 4/2015: Die Trennungs- und Scheidungsberatung bedarf der Weiterentwicklung ihrer Handlungsansätze

Trennungs- und Scheidungskonflikte sind ein oft stark verknäultes Konglomerat aus materiellen, sozialen und psychologischen Konfliktanteilen. Der gesamte Komplex stellt eine große Herausforderung für alle an der Konfliktregulierung beteiligten Professionen und Institutionen dar. Der Erfolg hängt dabei wesentlich von der Beratungs- und Interventionskompetenz sowie einem guten und lösungsorientierten Zusammenwirken aller beteiligten Akteure ab.

ZDF: Interview mit Daniel Föst (FDP) zur Doppelresidenz (Wechselmodell)

Daniel Föst (FDP) nimmt im Interview mit dem ZDF Morgenmagazin den Gegnern eines fortschrittlichen Familienrechtes den Wind aus den Segeln. Er plädiert für die Entlastung der Familiengerichte durch die gemeinsame Elternschaft, wie sie bereits im Ausland erfolgreich gesetzlich verankert ist.

ZDF heute+: Scheidungsväter fühlen sich vernachlässigt

80% aller Trennungskinder in Deutschland leben bei der Mutter. Moderne Rollenverteilung? Fehlanzeige. Torsten Sommer kämpft dafür, dass sich das ändert.

In Hinblick auf die anstehenden Koalitionsverhandlungen ist jetzt die Politik gefragt, für Väter und Kinder etwas zu leisten und das Grundrecht auf Erziehung durch beide Elternteile (Art. 6 GG, UN Kinderrechte) zu verwirklichen.

https://www.zdf.de/nachrichten/heute-plus/videos/scheidungsvaeter-100.html

Wechselmodell: Rechtsauschuss des deutschen Bundestages schließt Väter aus.

Zur Anhörung des Rechtsausschusses des Bundestages am 13. Februar über die Reform des deutschen Familienrechts sind Väterverbände nicht geladen.

 "Die Einladungspraxis des Rechtsausschusses ist skandalös" kritisiert Gerd Riedmeier, Sprecher der Interessengemeinschaft Jungen, Männer und Väter (IG-JMV) und stellt fest: "Es sind hauptsächlich getrennt erziehende Väter, die durch das veraltete deutsche Familienrecht diskriminiert werden."

Wechselmodell: MDR erntet schon vor der Ausstrahlung harsche Kritik

Gleich gehts los:

FAKT IST! 23.04.2018 Soll das Wechselmodell eingeführt werden?

Die FDP will beim Streit um den Umgang mit dem Kind das Wechselmodell als gesetzlichen Standard durchsetzen. Soll das Wechselmodell, bei dem das Kind bei beiden Eltern gleichermaßen lebt, standardisiert werden?
https://www.mdr.de/fakt-ist/index.html

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Kommentare zur Ausstrahlung um 22.05 Uhr

Tim W.
Kleiner Krimi von gestern und heute im Internet:
MDR - Mitteldeutscher Rundfunk MDR Sachsen-Anhalt lässt die User wählen: Das Wechselmodell als Regelfall, oder Individualentscheidung (vor Gericht)?
Es steht 80:20 für die Wechselmodellgegner, trotz Manipulation durch die üblichen Verdächtigen. MDR so: "Wir veröffentlichen das Ergebnis in der Sendung."
Es steht 60:40 für die Wechselmodellgegner. MDR so: "Wir veröffentlichen das Ergebnis in der Sendung."
Es steht 55:45 für die Wechselmodellgegner. MDR so: (). Nichts. Die Ankündigung, dass man das Ergebnis in der Sendung veröffentlichen würde, verschwindet von der Website.
Es steht 45:55, d.h. die Wechselmodellgegner waren plötzlich nicht mehr in der Lage, mit ihren Manipulationen das Ergebnis zu ihren Gunsten zu beeinflussen. MDR so: "Manipulation!!!! Wir beenden die Umfrage!"
Ob von einer oder von beiden Seiten manipuliert wurde mag dahin stehen. Klar ist: die Software des MDR war Manipulation by Design. Eine derartig naive Software, die beliebig viele Votings zulässt, ist im Jahre 2018 der Beweis, dass beim MDR das Internet offenbar Neuland ist. Aber solange die Ergebnisse politisch korrekt waren, fiel die Manipulation komischerweise niemandem auf, nur als das nicht mehr der Fall war, da musste man schnell handeln.
Schlimmer als laienhafte Programmierung und Manipulation-by-Design aber war die Frage, über die die Nutzer abstimmen durften. Es wurde nach dem "Recht am Kind" gefragt. Dieses rechtliche Verständnis ist im Jahre 2018 erschütternd. Lieber MDR: Kinder sind Rechtssubjekte, seit dem die UN Kinderrechtskonvention in Deutschland ratifiziert wurde. Und das ist, für den größten Teil, schon sehr lange her!
Kinder sind demnach Grundrechtsträger, insbesondere genießen sie das Grundrecht auf Betreuung durch beide Eltern entsprechend Art. 6 Abs. 2 GG, das Recht auf familiäre Bande nach Art 8 der EMRK, das Recht, mit seinen Eltern zusammen zu leben, entsprechend Art 9 i.V. mit Art. 18 der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen, um nur einige Rechtsgrundlagen zu benennen. Es gibt zahlreiche weitere, etwa auf EU Ebene, oder in multilateralen Verträgen wie z.B. dem IPBPR, sowie zahlreiche Resolutionen des in Europa für Menschrenchte zuständigen Europarates, insbesondere die Resolution 2079 (2015), die die Mitgliedsstaaten auffordert, die Möglichkeit der Doppelresidenz in den Gesetzen zu schaffen und die Doppelresidenz nur aufgrund von Missbrauch, Vernachlässigung und Gewalt zu versagen.
Darüberhinaus muss natürlich im Einzelfall entschieden werden - die Frage ist nur, von welcher Basis aus. Nehmen wir an, dass gemeinsame Elternschaft grundsätzlich das Beste für das Kind ist, auch nach Trennung, und prüfen wir dann, ob dies doch abgelehnt werden muss, weil es im Zweifel zu Gefährdungen führt? So will es der Europarat, so will es die FDP. Oder prüfen wir in jedem Einzelnen Fall, was denn "das Beste" für das Kind ist? Gutachter, Jugendämter, und andere, die die Kinder nie gesehen haben, überziehen diese mit Anhörungen, Tests, Gutachten, und versuchen das dann "zu ermitteln". Die Belastung (und die Kosten) werden gerne in Kauf genommen. Dass in diesem Prozess der Ermittlung nicht nur unendlich viel Leid entsteht, und hohe Kosten, sondern die Ermittlung in keiner Weise objektivierbar ist und somit in vielen Bereichen blanke Illusion, spielt dabei keine Rolle.
Es muss sich deshalb dringend etwas ändern: Sind beide Eltern erziehungsfähig und -willig, muss das Wechselmodell regelmäßig eingerichtet werden, wenn das Kind nicht gefährdet wird. So bleibt der Trennungsfamilie eine lange Verfahrenszeit erspart, die Trennungsfamilie und der Steuerzahler sparen viel Geld, und die Kinder kommen in aller Regel viel besser weg, ihre wohlverstandenen Rechte werden realisiert.
Es würde den Rahmen hier sprengen, all die Studien aufzuzählen, die dies mit empirischer Forschung unterlegen, aber es ist zweifelsfrei klar, dass in der gesamten Forschung, die besteht, nahezu immer Doppelresidenz-Kinder bessere Werte über eine Vielzahl von Wohlbefindens- und Entwicklungskriterien gegenüber Residenzmodell-Kindern hatten, und diese wiederum besser dastehen als Kinder, die zu einem Elternteil gar keinen Kontakt haben.
Es ist deshalb an der Zeit, das Residenzmodell, die heutige Lösung einer betreut, einer zahlt, als Ausnahme immer dann einzurichten, wenn Eltern dies wollen und sich darauf freiwillig verständigen, oder wenn eine andere Lösung zu Risiken für das Kindeswohl kommt. In anderen Fällen brauchen wir Vorfahrt für gute Lösungen für Trennungsfamilien, die Doppelresidenz bietet hier den besten Ausgangspunkt für Eltern und Kinder!
Schauen wir uns an, was der MDR daraus macht!

Michael B.
Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie haben das Voting abgebrochen, da es nicht dem von Ihnen gewünschten Bild entsprach?
Sie haben drei Gegner des Wechselmodells und nur einen Befürworter eingeladen?
Sie erwarteten also genau das gleiche Machtverhältnis bei den im Internet abgegebenen Stimmen?
Vielleicht sollte Ihnen das eine Lehre sein, Mentalitäten und Familienbilder des 19. Jahrhunderts nicht mehr zur unterstützen.
Wer gegen das Wechselmodell und für das Residenzmodell als Standardmodell ist, kann nur ein ewig Gestriger sein.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Baleanu
Vater a. D., dank dem Residenzmodell als Standardmodell

Thomas H.
erstaunlich.... als sich das Blatt wendete wird die Befragung beendet!

Volker S.
Es mag wenig nützen, aber ich habe der MDR-Sendung über das Kontaktformular auch mal eine Nachricht zukommen lassen:
Sehr geehrte Damen und Herren,
erst veranstalten Sie zu einem so heiklen wie kontroversen Thema eine billigst programmierte Online-Umfrage, bei der jeder, für den das Internet kein Neuland ist, von vornherein wissen musste, dass das Ergebnis ausschließlich von der Motivation einer der beiden Seiten zur fleißigen und x-fach wiederholten Stimmabgabe abhängt. Sie stellen die Frage obendrein so tendenziös, dass jeder User ohne Detailkenntnis über das Wechselmodell geneigt sein wird, mit „Nein“ zu antworten. Dann lassen Sie diese Abstimmung so lange offen, wie sie ein eindeutiges Stimmungsbild gegen das Wechselmodell abgibt – was Ihnen anscheinend gut in die Agenda Ihrer Sendung passt, da Sie einem Wechselmodell-Befürworter gleich drei Gegner gegenüberstellen. Und als die Abstimmung plötzlich kippt – ein Schelm, wer Arges dabei denkt –, beenden Sie sie kurzerhand, um sie vermutlich heute Abend in der Sendung gar nicht zu thematisieren.
Es ist tatsächlich die richtige Entscheidung, eine so erbärmliche Abstimmung nicht weiterzuführen und bei einer Diskussion zum Thema außen vor zu lassen. Sie haben jedoch den korrekten Zeitpunkt verpasst. Der wäre VOR Beginn der Abstimmung gewesen.
So bleibt mir nur zu konstatieren: Schämen Sie sich!
Mit freundlichen Grüßen aus Hamburg,
Volker Schönenberger

Mario L.
Mein Kommentar eben dazu: Liebes MDR Team,
da sie nach dem Überhang der Wechselmodellbeführworter bemerkt haben, dass die Abstimmung zu Ihrer heutigen Sendung manipulierbar ist, würde ich Ihnen die Allensbachstudie nahelegen. https://www.ifd-allensbach.de/uploads/tx_studies/Abach_Trennungseltern_B...
Da finden sie aussagekräftige Zahlen diesbezüglich.
Auch wäre sicherlich die Auswertung diverser anderer Studien, die sich an betroffenen Kindern orientiert, wie unter anderem diese hier: https://derstandard.at/2000072401839/Glueckliche-Trennungskinder-haben-z...
Ich würde mir wünschen, dass das mediale Interesse für die von Trennung der Eltern betroffenen Kinder größer wird, damit unser aller Kinder in Zukunft auch nach der Trennung ihrer Eltern weiterhin von beiden Eltern profitieren können.
Beste Grüße Mario Lewalter

Burkhard R.

Der Hammer. .das VotIng wurde gegen 18:00 vom Sender abgebrochen weil das Ergebnis manipuliert werden kann. ..ja Leute was steckt denn da hinter? Weil 55% für das Wechselmodell als Regelfall gestimmt haben und das einigen Lobbyisten nicht schmeckt? Wer beherrscht euren Sender lieber MDR ?

Thomas R.
Unglaublich, wenn die Mehrheit für das Wechselmodell ist, dann beenden wir lieber das Voting.
Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast...
Mehr fällt mir da nicht ein! Ist nicht Systemkonform, da bekommen wir Angst vor unserer eigenen Umfrage

Ralf B.
Gute Sache, man hat gesehen, dass wir nicht schlafen.

Gerhard K.

so ist es. Man beginnt uns immer ernster zu nehmen und daher wird der Kampf gegen uns auch immer schmutziger. Das war sicher erst der Anfang.
Aber der Anfang von deren Ende

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Wechselmodell als Regelfall

Die Fraktion der Freien Demokraten (FDP) fordert im Deutschen Bundestag die Einführung des Wechselmodells als Regelfall für die Betreuung von Kindern nach Trennung und Scheidung. „Endlich wird eine Kernforderung der Trennungsväterbewegung nun zum Gegenstand der Bundespolitik“, sagt Wolters.Die Debatte im Plenarsaal ist für Donnerstag, den 15. März 2018, um 16.05 Uhr angesetzt, und kann im Bundestagsfernsehen live verfolgt werden. Internetfähige Fernseher können das Angebot der Mediathek des Deutschen Bundestages mithilfe einer Smart TV-App benutzerfreundlich abrufen. Die TV-App „Deutscher Bundestag“ steht in zahlreichen App-Stores zum Download bereit.

Wechselmodell / Paritätische Doppelresidenz

Belgien, Frankreich, Slovakai, Tschechien, Australien und Teile der USA leben es uns gesetzlich vor, dass mit dem Wechselmodell/Doppelresidenz als Einstieg in den Trennungsfall die Eltern gleichberechtigt und mit der generellen Aussicht auf hälftigen Umgang friedlicher mit einander umgehen und vor allem die Kinder weniger unter der Trennung leiden.

Was genau verspricht Giffey?

Giffey will die Rechte der Väter stärken. Väter, die Umgang mit ihrem Kind wahrnehmen, schultern ohnehin die gesamte Kostenlast, um ihre Kinder sehen zu können, so Witt vom Väteraufbruch für Kinder gestern in den Nachrichtensendungen vom Erstenund dem ZDF. Doch das, was Giffey den Vätern anbietet, ist nicht neu. Umgangsberechtigte Mütter werden schon gar nicht erwähnt. Was also verfolgt Giffey wirklich?

Vorurteile gegen das Wechselmodell: Was stimmt, was nicht?

Immer mehr Eltern betreuen ihre Kinder im Wechselmodell, zunehmend werden Familiengerichte mit entsprechenden Anträgen sowohl in Verfahren um die elterliche Sorge als auch mit entsprechenden Umgangsrechtsanträgen konfrontiert.

VIDEO: Familienpolitischer Abend der FDP zu Wechselmodell / Doppelresidenz

Väteraufbruch für Kinder fordert Maßnahmen auf Landesebene 

Die FDP fordert weitreichende Änderungen im Familienrecht. Einer klaren Absage an das Alleinerziehenden Modell stellt die Bundespartei und NRW Landtagsfraktion das Wechsellmodell / die Doppelresidenz gegenüber. In Siegburg gab es hierzu einen Familienpolitischen Abend mit dem Leiter des Niederkasseler Jugendamtes, der das Thema erläuterte.

Video: Beide betreuen - beide bezahlen. Das Rosenheimer Modell als Alternative zur Düsseldorfer Tabelle

 

Die Alternative zur „Düsseldorfer Tabelle“ wurde im Vorgriff auf die Vorstellung des Rosenheimer Modells im Monat März in den Bundestagsfraktionen der Parteien, im Bundesfamilienministerium in Berlin sowie im Landtag NRW am 16.03.2017 in der Alten Feuerwache, Köln vorgestellt.

Mit Gerd Riedmeier, Forum Soziale Inklusion, München

Eine möglichst paritätische Aufteilung der Betreuung und der Erwerbstätigkeit ist das gewünschte Familienmodell moderner Familien. Bei der Trennung und der Scheidung machen diese modernen Familien jedoch eine „Rolle Rückwärts“ in ein für sie veraltetes Familienbild. Das heutige deutsche Recht wird den Bedürfnissen moderner Trennungsfamilien nicht mehr gerecht. Hier besteht beim Gesetzgeber akuter Handlungsbedarf, neue Lösungen zu entwickeln. Das „Rosenheimer Modell“ setzt zum ersten Male in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland die Vorgaben von Art. 6 Grundgesetz nach Gleichbehandlung beider Eltern für Nachtrennungsfamilien vollumfänglich um. Dabei wird der seit der Nachkriegszeit herrschende Grundsatz „eine betreut – einer bezahlt“ aufgebrochen und durch einen zeitgemäßen Ansatz ersetzt:

•    Gleichberechtigung und Gleichbehandlung für beide Eltern
•    Beide Eltern übernehmen Verantwortung bei der Erbringung sowohl von 
      Betreuungs- als auch von Barunterhaltsleistungen für ihre Kinder.

Aktuell befasst sich das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV) im Rahmen seines Arbeitskreises Unterhaltsrecht mit dem Rosenheimer Modell.

http://rosenheimermodell.de/

VG Berlin: Kein Unterhaltsvorschuss wg. Alleinerziehung bei 1/3 zu 2/3 Wechselmodell (Doppelresidenz)

Das Verwaltungsgericht Berlin verneint die Feststellung der Alleinerziehung, wenn sich der Vater erheblich an der Kinderbetreuung beteiligt. Das sei bei 1/3 Betreuungsleistung gegeben.

Väteraufbruch fordert Ende der Doppelbelastung von Vätern beim Kindesunterhalt – auch Erziehungsarbeit von Vätern ist etwas wert

Die Vorschläge von Ministerin Giffey gehen teilweise in die richtige Richtung und sind ein wichtiger Schritt zur Lösung gesellschaftlicher Probleme wie sogenannte Alleinerziehende und Kinderarmut. Allerdings beflügeln die unausgegorenen Vorstellungen der Ministerin den Elternstreit um Betreuungszeiten, solange die Doppelresidenz nicht rechtliches Leitbild ist.

Über 15.000 Mitzeichner für Doppelresidenz – Online Petition bis 27.02.2019

Bereits über 15.000 Menschen haben sich dem Aufruf des Bündnisses doppelresidenz.org für ein zeitgemäßes Familienrecht angeschlossen. Am 30.01.2019 hat nun die Frist zur Online-Mitzeichnung begonnen, welche bis zum 27.02.2019 läuft.
 
Wir bitten um Ihre Unterstützung und Mitzeichnung, um ein deutliches Zeichen zu setzen, dass die Politik endlich Rahmenbedingungen schafft, die den Streit der Eltern deeskalieren, beiden Eltern die selbe Verantwortung gibt und vor allem den Kindern ein gesundes Aufwachsen mit beiden Eltern ermöglicht. Es geht uns darum ein Familienrecht zu schaffen, welches den Eltern ein Miteinander auf Augenhöhe zum Wohle ihrer Kinder ermöglicht.

Tschechien verankert Wechselmodell im Gesetz

Der genaue Text des geänderten Paragraphen lautet:
"Falls beide Eltern erziehungsfähig und an der Kindeserziehung interessiert sind, vertraut das Gericht das Kind in das Wechselmodell an, falls es dem Kindeswohl entspricht."

Tipps für Literatur und Videos

Neben dem Optimum der Doppelresidenz bzw. der Paritätischen Betreuung, gibt es wissenswerte und hilfreiche Literatur und Vorträge um trotz Trennung als Eltern ein optimales Umfeld zu gestalten.

Die nachfolgend vorgestelten Bücher und Videos sollen Hilfestellung und diesbezügliche Anregungen geben, wie wir in einer Trennungssituation unseren Kindern noch bessere Eltern sein können.

Ein Paar kann sich nach einer Beziehung vielleicht trennen. Die Kinder können jedoch nichts dafür und sollten nicht leiden an der Trennung, an ihren Eltern oder an den betreuenden Elternteilen.

Jesper Juul ist z.B. der Meinung, dass nur ausschließlich die jenigen, die sich gut und kooperativ zu einem Ex-Partner verhalten können, sich ebenfalls gut und kooperativ zu ihren Kindern verhalten können und sich somit als gute Eltern erweisen würden.

Wenn eine Partnerschaft nach einer Trennung im Streit untergeht, fehlt es den Streitenden hingegen an Mitmenschlichkeit - im christlichen Sinne - gegenüber den Kindern und gegenüber den ehemaligen Partnern.
U.U. fehlt es auch manchmal an Selbstwertgefühl.

Beziehung geht nach einer Trennung weiter - mit allen Traumata und Selbstzweifeln.
Ruhe und Harmonie - auch für die Kinder - gelingt nicht durch Verdrängung sondern höchstens durch aktive Arbeit der Eltern an den Themen der Trennung.

Für Kinder ist es dabei wichtig, dass beide Eltern weiterhin gut miteinander umgehen können und die Kinder zu beiden Eltern intensiven Kontakt haben können.
Nach einer Trennung sollten Eltern ihren Kindern zeigen, dass sie gemeinsam als Eltern auch mit schwierigen Situationen und Herausforderungen kompetent umgehen können.

Auch nach einer Trennung und trotz eventueller unverarbeiteter Konflikte sind "beide" Eltern weiterhin in der Verantwortung, für ihre Kinder immer da zu sein und sind "beide" Eltern in der Pflicht, gemeinsam eine möglichst optimale Entwicklung ihrer Kinder zu fördern und zu sichern.
 

Thema Trennung aus der Perspektive der Kinder:

Ich hab euch beide lieb!  Wenn Eltern sich getrennt haben
(3.-6. Lebensjahr)
von Claire Masurel, Kady McDonald Denton
32 Seiten, Brunnen-Verlag
 
Glückliche Scheidungskinder
(0.-18. Lebensjahr)
von Remo H. Largo, Monika Czernin
336 Seiten, Piper Taschenbuch
 
Kinder lassen sich nicht scheiden
DVD, 63 Minuten, Deutsche Liga für das Kind
 
Trennung und dann...
von Jesper Juul, Mathias Voelchert
DVD, 295 Min., FamilyLab
 
Thema Bindungstheorie:

Bindung - Das Geflecht des Lebens
von Klaus Grossmann & Karin Grossmann
DVD, 445 Min., Auditorium Netzwerk
 
Thema Pädagogik & Entwicklung:

Babyjahre: Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren, 592 Seiten, Piper Taschenbuch  Kinderjahre: Die Individualität des Kindes als erzieherische Herausforderung, 384 Seiten, Piper Taschenbuch
Jugendjahre: Kinder durch die Pubertät begleiten, 400 Seiten, Piper Taschenbuch
jeweils von Remo Largo, ..
 
Krippenkinder, Familie und Tagesbetreuung in gemeinsamer Verantwortung
DVD, 70 + 23 Min., Deutsche Liga für das Kind
 
Die besten Förderspiele, So unterstützen Sie Ihr Kind
(0.-6. Lebensjahr)
von Gerda Pighin
318 Seiten, Urania Verlag (Weltbild)
 
Kinder gezielt fördern
(1.-7. Lebensjahr)
von Cornelia Nitsch, Gerald Hüther
240 Seiten, Gräfe und Unzer Verlag
 
Dein kompetentes Kind: Auf dem Weg zu einer neuen Wertgrundlage für die ganze Familie
von Jesper Juul
288 Seiten, rororo-Verlag
 
Du bist mir wichtig
(0.-12. Lebensjahr)
von Gerald Hüther, Peter Zimmermann, Gabriele Haug-Schnabel, Kerstin Gemballa, Ute F. Wegner, Nina Roth, Regina Lindhoff, Carola Sturm
128 Seiten, Verlag Mehr Zeit für Kinder (BARMER GEK)
 
Thema Schule:

Jedes Kind ist hoch begabt: Die angeborenen Talente unserer Kinder und was wir aus ihnen machen
von Gerald Hüther, Uli Hauser
192 Seiten, Albrecht Knaus Verlag
 
Schülerjahre: Wie Kinder besser lernen  
von Remo H. Largo, Martin Beglinger
336 Seiten, Piper Taschenbuch
 
www.schule-im-aufbruch.de
 
Väterbücher:

Das Väter-Buch
von Bernd Neumann, Volker Baisch
176 Seiten, Trias Verlag
 
Mann und Vater sein
von Jesper Juul
200 Seiten, Kreuz Verlag
 

Babys brauchen Väter: Das ABC der Vater-Kind-Bindung
Babys suchen Kontakt, bereits am ersten Tag ihres Lebens. An der faszinierenden Entwicklung ihrer Kinder hautnah teilhaben zu wollen, ist längst auch Sache der Väter. Und das zu Recht: denn die Bedeutung des Vaters ist enorm, Kinder brauchen – vom frühen Säuglingsalter an – stärkende Vaterbeziehungen, um zu emotional stabilen Persönlichkeiten zu reifen. Wie entsteht eine gute, vertrauensvolle Beziehung zwischen Vater und Kind, wie innige, echte Verbundenheit? Wie lässt sich eine sichere Bindung aufbauen?Vor dem Hintergrund seiner langjährigen Elternarbeit zeigt der Psychologe Richard Fletcher anhand von vielen Beispielen, wie junge Väter die Signale und Bedürfnisse schon kleinster Kinder richtig verstehen und feinfühlig darauf reagieren können. Sehr verständlich erklärt er, wie Väter Anregungen und Geborgenheit geben können, warum Spielen und Balgen zur Hirnentwicklung und sozialen Kompetenz beiträgt und was die Vater-Kind-Bindung von der Beziehung zur Mutter unterscheidet. Ein Ratgeber, der junge Väter ermutigt, sich auf Entdeckungsreise zu begeben und ihre neue Vaterrolle mit Begeisterung und Zuversicht anzunehmen.
Taschenbuch, 19,95 Euro
https://www.amazon.de/Babys-brauchen-V%C3%A4ter-Das-Vater-Kind-Bindung/dp/3456853017
 
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Für Hinweise und Literatur zu dem Thema Kinderrechte klicken Sie bitte auf den Link  
www.vafk-koeln.de/kinder/kinderrechte

Für Hinweise und Literatur zu den Themen Recht, Hilfe, Beratung klicken Sie bitte auf den Link
www.vafk-koeln.de/beratung_und_hilfe/vaeterkompass

SWR2 Wissen: Mal zu Mama, mal zu Papa – Wenn Kinder zwei Zuhause haben

In den vergangenen Jahren haben sich immer mehr Ex-Partner auf das sogenannte Wechselmodell geeinigt: Sie übernehmen die Betreuung des Kindes jeweils etwa zur Hälfte.

Studie trifft positive Aussage zum Wechselmodell. Die geteilte Welt des Kindes: Scheidung und psychosoziale Langzeit Anpassung

Studie aus dem Jahr 2010. Leider nur in englischer Sprache aber dafür umso eindeutiger:

The present findings thus suggest that divorce decrees that include joint physical custody may represent one way to reduce the distress associated with the “divided world” and to enhance quality of life for children of divorce (cf. Warshak, 2007).

 

Starke Familien Gesetz: Getrennte Eltern werden benachteiligt

Nach dem Motto einer betreut und erhält alle Vergünstigungen und der andere geht leer aus ist wiederum ein neues Gesetz in Kraft getreten, dass die derzeitige Situation getrennt lebender Eltern nicht ausreichend berücksichtigt. Die Leistungen des Starke Familien Gesetz werden an den Bezug von Kindergeld gekoppelt und dieses wird nach wie vor nur an einen Elternteil gezahlt. Damit geht ein Elternteil per se immer leer aus, selbst wenn die Kinder in Doppelresidenz/Wechselmodell betreut werden. Sind also beide Eltern bedürftig, so gehen die Kinder immer dann leer aus, wenn sie im Haushalt des nicht Bezugsberechtigten sind.